Erwin Uhrmann


To Atacama

I am going to Atacama

my gaze like lances on the landscape
will slow the motion
and I register the now no more

the free view beyond
sun storms on the borderland
as behind glass

in the shadowbox
I lay –

now I do not want to be free only at night
I want out from under the steering rod

I am going to Atacama
where I have a panoramic view
no chords, no distortion before me

I do not think of yesterday
but of the borderlands
flat and smooth

all broadcasts, all echoes
all obligations, all motion
are no longer

there –

in the driest place

where the nights
on violet salt flats
glisten and the day
under all
surrounding stars.

Translated by Sarah V Diehl

Atacama

Ich gehe nach Atacama
Blicke mit Pfeilen wollen den Gang verlangsamen
ich aber lasse das nun nicht mehr zu.

Der Blick frei hinaus
die Sonnenstürme an der Grenze hinter Glas.

In der Schattenbox
lag ich —

jetzt will ich nicht mehr nur mehr in der Nacht frei sein
raus, weg aus der Lenkstange.

Ich gehe nach Atacama
wo ich den Rundherumblick habe
keine Note, kein Knirschen im Gesicht.

Keine Gesternwüste
sondern Landschaft
flach.

Alle Ankündigungen, Ausklänge
Rauswürfe, Lenkbewegungen
sind nicht mehr

Da —

am trockensten Punkt

wo die Nacht im Salzviolett
gleisst wie
der Tag
unter allem
umliegenden Gestirn.

Erwin Uhrmann